Der Deutsche Bundestag berät am Freitag über den Antrag der CDU/CSU-Fraktion zur weiteren Aussetzung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus. Die Union möchte erreichen, dass die ursprünglich bis zum 16. März geltende zweijährige Aussetzung des Familiennachzugs für diese Gruppe bis zum 31. Juli verlängert wird. Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) unterstützt das Vorhaben:

„Es ist unbedingt notwendig, in der Asyl- und Migrationsfrage zu geordneten Verfahren zurückzukehren. Die weitere Aussetzung gibt uns viereinhalb Monate Zeit, eine tragfähige Neuregelung auszuarbeiten. Selbst dann dürfen im Monat nicht mehr als 1.000 Angehörige von Asylsuchenden nachziehen. Alle Anstrengungen dienen dem Ziel, die Migration dauerhaft auf ein Maß zu begrenzen, das die Integrationsfähigkeit Deutschlands nicht überfordert.“

Daneben begrüßt Bundestagsabgeordneter Hauptmann den Vorstoß der CSU, die schärfere Regeln für Migranten, die ohne Pass oder Ausweis nach Deutschland einreisen wollen, fordert. „Wie in den Sondierungsergebnissen beschlossen, ist es sinnvoll, Migranten mit ungeklärter Identität und Herkunft zunächst in Asylzentren festzuhalten. Erst wenn über ihren Antrag entschieden ist, sollte eine Verteilung innerhalb Deutschlands in Frage kommen“, erklärt Hauptmann.