Springstille – Im Rahmen seiner Mittelstandstour besuchte der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) kürzlich die Firma Dietsch Polstermöbel. Das Familienunternehmen wurde 1877 erstmals erwähnt. Bis heute befindet es sich in Familienhand.

Das Unternehmen hat eine durchaus wechselvolle Geschichte vorzuweisen. Nach der Enteignung im Jahr 1972 entschloss sich Joachim Dietsch 1990 dazu, das Lebenswerk seines Vaters und Großvaters fortzuführen. Die Brüder Jörk und Mathias Dietsch, obwohl fachfremd, entschieden sich, die Eltern bei der Fortführung des Familienunternehmens zu unterstützen. Die Erfolgsgeschichte, die das Unternehmen seither geschrieben hat, gibt der Familie Recht. Heute ist Dietsch Polstermöbel ein modernes Polstermöbelunternehmen in Thüringen, das mit ca. 180 Mitarbeitern zukunftsfähig aufgestellt ist und weiter wachsen will. Unternehmergeist und das richtige Gespür für Entwicklungen und Kundenwünsche bilden die Grundlage für den Erfolg der Firma: „Das, was wir aktuell als Trend in verschiedenen Bereichen sehen, nämlich die Individualisierung des Produktes nach den Vorstellungen des Kunden, das machen wir bereits seit Jahren“, so Mathias Dietsch.

Auf der Suche nach motivierten Fachkräften wird dem Familienbetrieb ein Umstand zum Verhängnis: Da der Möbelbau in der Region keine gewachsene Branche ist, fehlt der schulische Ausbildungsteil für Polsterer und Polsterer-Näher. Weite Wege für die jungen Auszubildenden sind die Folge. Mark Hauptmann verspricht, sich mit der IHK Südthüringen über die Möglichkeiten einer Kooperation mit der IHK zu Coburg zu verständigen.

Denn in Sachen Fachkräftemangel sind die Unternehmer Jörk und Mathias Dietsch, durchaus gewillt, neue Wege zu gehen. Ausländische Fachkräfte beispielsweise aus Vietnam oder Polen werden gezielt angesprochen und die Pendler mit möblierten Wohnungen vor Ort unterstützt. Mehr als einmal gelang es auch, die Mitarbeiter und ihre Familien ganz nach Südthüringen zu holen. Mark Hauptmann dazu: „Es ist überaus begrüßenswert, wenn Unternehmer sich so um Ihre Mitarbeiter bemühen. Umso besser, wenn es gelingt, junge Familien durch einen attraktiven Arbeitsplatz in unsere Region zu locken.“